Christine Weinmüller | Porträts

Die Ausstellung dauert vom 9. bis 18. November 2018.
Vernissage am Freitag, 9. November um 19 Uhr, im Künstlerhaus Speyer, Große Sämergasse 1a.

Begrüßung und Einführung: Reinhard Ader, Vorsitzender des Künstlerbundes

Öffnungszeiten während der Ausstellung: Sa/So 10./11. und 17./18. November, jeweils 14 – 18 Uhr und nach Vereinbarung

Weitere Infos:  Ausstellungen

Emil Srkalovic | Werkschau

Der zeitgenössische Künstler Emil Srkalovic vermischt traditionelle Malerei und Bildhauerei mit modernen Linienführungen welche an Pop Art erinnern und stellt somit zentrale kulturtheoretische Fragen in den Mittelpunkt.
Die Darstellungen evozieren Fragen nach den Themen: Liebe, Stolz, Gewalt, Zeit und Tod, und regen den Betrachter an, sich nicht nur mit dem Kunstwerk, sondern auch mit sich selbst und der ihn umgebenden Wirklichkeit auseinanderzusetzen.
Situationen aus der Natur werden in dieser modern-realistischen-Manier dargestellt und durch strenge Titel kontrastiert. Damit eröffnet sich ein Dialog zwischen Spiel und Sarkasmus, der zur Genese einer neuen Empathie und zur umgedeuteten Realität führt.
Die Kunst verschiebt somit die Perspektive des Betrachters und wirft ihn auf das widersprüchliche Sein zurück, das keine Rechtfertigung braucht und von sich sagt:

„Ich möchte leben weil ich bin“

Der 31. Stipendiat, Emil Srkalovic aus Graz, Österreich, beschließt das dreimonatige Internationale Stipendium „Künstlerhaus Speyer“ mit einer sehenswerten Werkschau.
Bei der Vernissage am 31.8.2018 dankten der Vorsitzende Reinhard Ader und Bürgermeisterin Monika Kabs dem Stipendiaten für seine Arbeit und sein Engagement. Speyer, die Stadt und die Menschen haben ihn beeinflusst und ihm sozusagen „Modell gestanden“, so dass u.a. der Mensch wichtiger Bildgegenstand seiner Gemälde wurde. Insbesondere Sophia, wurde zur wichtigen Muse und Protagonistin.

Emil Srkalovic wurde 1983 in Foca, Bosnien geboren. Seine Eltern, beide Maler, wandern vor Ausbruch des Bosnienkrieges nach Österreich aus, gründen in Graz eine neue Existenz.  Emil lernt und studiert bei seinen Eltern.
Seiner ersten Einzelausstellung, 2003 in Graz, folgen bis heute ca. 70 Einzel- bzw. Gruppenausstellungen. Seit 2016 ist er Präsident des Grazer Künstlerbundes.

In seiner anschließenden, lebendigen Rede äußerte sich der Künstler ausführlich zu seinem Werk.

Fotos: © Kurt Keller und Margarete Stern

Werkschau Emil Srkalovic, internationales Stipendium, 31.8.2018

Der Künstler füllt eine Fläche mit Farbe.
In unterschiedlicher Konsistenz.
In verschiedensten Nuancen, Schattierungen und Abstufungen.
In Harmonie, Kontrast oder Dissonanz.
Formen ergeben sich durch Anordnung, Dichte und Auflösung.
Farben stoßen an Grenzen, die ihr die Linien vorgeben.

Malerei als Grenzerfahrung. Malerei, die Grenzen überschreitet oder sich innerhalb von Grenzen austobt.

Der Sinn kann vorgegeben sein, sich erst im Malprozess ergeben oder verändern.
Ein Prozess, der in Zeiträumen sich entwickelt, die nicht messbar sind.
Ein Kampf um die Elemente: Farbe – Form – Sinn.
Ein Kampf, den die Idee mit der Rationalität und der Emotion führt.

Logik und Unvernunft.

Kann die Emotion vorhersehbar, berechenbar sein?
Macht sie dem Künstler nicht immer wieder einen Strich durch die malerische Rechnung?
Wer entscheidet über Format, Komposition und Bildgegenstand?
Wer bestimmt über „Richtig“ und „Falsch“?

Sigmar Polke schrieb einst in eines seiner Werke hinein:
„Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen!“

Genau diese Aussage trifft den Kern des Problems:

Wie entsteht überhaupt ein Bild?

Aus Ihrem kunsthistorischen Gedächtnis, liebe Gäste, darf ich das Gemälde von Jacques-Louis David: „Der Tod des Marat“ hervorzaubern:

Sie erinnern sich an das Bildgeschehen im unteren Teil des Werkes: Der tote Marat in der Badewanne.

David hat das Geschehen so inszeniert, dass der eigentliche Ablauf der Ermordung nicht dargestellt ist, sondern im Kopf des Betrachters sich ergibt, dergestalt, dass er die obere Bildfläche als Projektionsfläche unserer Gedanken „frei“, bzw. „leer“ lässt.
Der Betrachter wird demnach bei David aufgefordert, sich das Bildgeschehen selbst zu imaginieren.

Dagegen Volker Stelzmann, ein bekannter zeitgenössischer Maler aus Dresden, – er hat übrigens 2007 hier in Speyer in der städtischen Galerie ausgestellt – . lenkt den Blick des Betrachters in seinen übervollen Gemälden durch Mimik, Gestik, Handlung, – wobei seine Figuren, miteinander verwoben wie ein Gespinst, zu ständiger Achtsamkeit und Aktivität herausfordern (ich zitiere): „Vom Konkreten… zum Wesen, zur Wahrheit, zu meiner Sicht der Wahrheit vordringen…“ (Zitatende). Er will mit seinen Darstellungen die in der Welt bestehenden Konflikte, Probleme, Betroffenheiten und Anfechtungen aufzeigen.

Aus diesen Positionen heraus sind eine Reihe von Parallelen zur künstlerischen Auseinandersetzung Emil Srkalovics zu ziehen.

Der oben erwähnte Kampf zwischen Idee, Ratio und Emotion ist hier nicht nur in der Wahl von Format, Komposition und Farbbehandlung auszumachen, sondern wird ebenso in der Umsetzung der ihm eigenen Thematik sichtbar:

Die Grenzerfahrung des Miteinander.

Der Konflikt zwischen Logik und Unvernunft, zwischen Betroffenheit und Ignoranz wird symbolhaft-surreal in Beziehungskonstellationen von Mensch und Tier zum Ausdruck gebracht.

Reinhard Ader, Vorsitzender

Fotos: © Max Bode maxbodefotografie.de

Zur Vernissage von Emil Srkalovic ist in der Rheinpfalz vom 31.8.18 ein Artikel erschienen:

https://www.rheinpfalz.de/lokal/speyer/artikel/speyer-bringt-menschen-zurueck-ins-spiel/

Begrüßung des Stipendiaten 2018

Begrüßung des Stipendiaten Emil Srkalovic beim Oberbürgermeister Hansjörg Eger am 4.6.2018

Der 31. Stipendiat des „Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer“, Emil Srkalovic, ist mit seinen malerischen, wie auch plastischen Arbeiten ein Grenzgänger zwischen künstlerischen Ausdrucksweisen.

Den inhaltlichen Bereich geht er zum einen mathematisch berechnend an, dann wieder malerisch expressiv, realistisch in ungewöhnlichen Gegensätzen, in ungewohnten Sichtweisen.

  • Das einzelne Individuum und der Schwarm
  • Ein Wald voller Bäume
  • Eine Herde Schafe in der der Wolf – vielleicht – keine Chance hat.

Wir werden sehen, wie Emil Srkalovic seine Kreise zieht, aufmerksam beobachtend Begebenheiten in sich aufsaugt, die sich letztlich in seiner Kunst widerspiegeln werden.

In seiner Werkschau Ende August wird er das Ergebnis seiner Speyerer Zeit präsentieren.

Einige Eckdaten seines bisherigen Lebens seien noch skizziert:

Emil Srkalovic wird 1983 in Foca, Bosnien geboren, seine Eltern, beide Maler fliehen kurz vor Ausbruch des Bosnienkrieges nach Österreich. Die Familie lässt alles hinter sich und gründet in Graz eine neue Existenz.

Emil lernt und studiert mit und bei seinen Eltern – die bestmögliche künstlerische Ausbildung, die man sich nur wünschen kann.

2003 hat er seine erste Einzelausstellung in Graz, es folgen bis heute ca. 70 teils Einzel-, teils Gruppenausstellungen.

Seit 2016 ist er der bisher jüngste Präsident des Grazer Künstlerbundes – auch das eine Aufgabe, die viel Engagement erfordert.

Reinhard Ader

Fotos: © Kurt Keller

Kult(o)urnacht | 2018

Fotos: © Kurt Keller

Auszug aus der Eröffnungsrede zur Kult(o)urnacht

Bevor ich Ihnen die beiden Künstlerinnen unserer heutigen Ausstellung, Magdalena Hochgesang und Susanne Lorenz, vorstelle, möchte ich unseren diesjährigen Stipendiaten, Herrn Emil Srkalovic aus Graz recht herzlich begrüßen!

Herr Srkalovic wird in den nächsten 3 Monaten hier im Künstlerhaus wohnen und arbeiten. Man wird miterleben, wie der Künstler mit der ihm eigenen ruhigen und intensiven Art seine Farben und Formen auf die Leinwand bannt.
Ich benutze das Wort „bannen“ deshalb, weil ich  beobachten konnte, wie er die Konsistenz von Farben prüft, fast schmeckt, wie ein Koch, der die Zutaten für ein festliches Menü prüft, um sie seinen strengen Kriterien zu unterwerfen.  Wir dürfen gespannt sein auf seine Werke, die er hier erarbeitet und uns Ende August in einer Werkschau präsentieren wird.

Aus Magdalena Hochgesangs weitgefächertem Schaffen nehme ich ein Detail heraus, nicht weil es exemplarisch, sondern mir symptomatisch für ihre Arbeit zu sein scheint:

Da steht uns ein Kopffüßler gegenüber, mit stolz geschwellter Brust ob seines glänzenden Helms, Blick gen Himmel gerichtet. Stolz auf seine ihn schützende Kopfbedeckung – denn seine entblößte Männlichkeit ist unseren Blicken schutzlos ausgeliefert und nicht gerade das, was vorzeigenswert wäre.
Magdalena Hochgesang sagt selbst:

„Meine Bilder laden den Betrachter ein, hinter die Fassaden, hinter die Kulissen zu schauen, um sich dort möglicherweise selbst zu begegnen.“

Wenn Sie Hochgesangs Werke eingehender studieren, machen Sie sich bewusst, dass die oberflächliche Zweisamkeit mit einem Flügelwesen nicht unbedingt im Paradies enden wird.

Magdalena Hochgesang ist übrigens gebürtige Ludwigshafenerin, hat in Heidelberg, Mannheim und Salzburg studiert und ist seit einigen Jahren eine aktive Künstlerin, was sich an ihrer Ausstellungstätigkeit ablesen lässt.

Die Farben in Susanne Lorenz‘ Arbeiten sind umwerfend: Eine Farbtiefe und Leuchtkraft, die den ganzen Raum zum Glühen bringt. Man wähnt sich in einem Farbrausch, einer Synästhesie, die den Farbklang mit musikalischen Klängen zu verbinden scheint. Und wir wollen eintauchen in dieses wunderbare Farbenparadies.

In Lorenz‘ Werken scheint uns der sogenannte „Bildgegenstand“ eher zu umspielen, zu umsäuseln: Fliegen, Ratten, Geier und sonstiges Getier.

Entscheiden Sie selbst, wie hinter der Kulisse der emotionalen Farbenwelt, die vernünftige Struktur der Tiere Sie in anderen Bahnen denken lehrt.

Unter der Oberfläche brodelt es!

 Alles um Sie herum krabbelt und bebt und lebt und folgt seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten, denen auch Sie unterworfen sind.

Ein paar biografische Daten will ich Ihnen auch zu Susanne Lorenz nicht vorenthalten:

Sie hat in Mannheim ihr Studium mit Diplom abgeschlossen, ist Mitglied im BBK Mannheim und hat sich bisher mit zahlreichen Ausstellung im Bewusstsein der Besucher manifestiert.

Mit den „Kreaturen“ können Sie sich nicht nur heute, sondern auch das gesamte und nächste Wochenende beschäftigen. Ich wünsche Ihnen dabei viele persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse.

Ab 20 Uhr spielt die Gruppe „Greenshot“, mit Frontsängerin Martina Steiger.

Sie werden, denke ich, mit ihrer Musik, ihren Balladen für eine gute Stimmung während dieser Kult(o)urnacht sorgen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Reinhard Ader

Kult(o)urnacht mit Magdalena Hochgesang und Susanne Lorenz: „Kreaturen“

Kreaturen

Was sind die Essenzen der Menschen und Tiere?

Das Selbe, die Seele!

Die beiden Künstlerinnen Susanne Lorenz und Magdalena Hochgesang fangen es ein, dieses Seelenhafte. In ihrer künstlerischen Arbeit schauen sie hinter das Äußere der Erscheinung. Sie versuchen das Tier- und das Menschenwesen zu erkennen und machen es in ihrer Malerei sichtbar.

Seit fast 4 Jahren arbeiten die beiden zusammen, inspirieren sich gegenseitig. Jede hat ihren ganz eigenen Malstil, und doch ergänzen sich ihre Arbeiten harmonisch.

Sie laden den Betrachter ein hinter die Fassaden, hinter die Kulissen zu schauen, um sich dort möglicherweise selbst zu begegnen. 

Susanne Lorenz:

Studium in Mannheim
Mitglied im BBK Mannheim
Ausstellungen seit 2002

Susanne Lorenz malt Bilder, die aus ihr selbst entspringen, Träume, Phantasien, Vorstellungen wiedergeben, die sie in ihrer Malerei gestaltet … Die Tiere, die Susanne Lorenz malt, sind … nicht nach Vorlagen gemalt, nicht romantisiert und auch nicht zoologisch korrekt – es sind, erkennbar, individuelle Tiere, die der Vorstellung und Phantasie ihrer Schöpferin entstammen. Lorenz´ Tiere scheinen nicht einer wie auch immer gearteten Realität zu entspringen; eher traumhaft geben sie sich, manchmal auch alptraumhaft, oder wie Tiere in der Vorstellung eben sind oder in der Erinnerung (…)    Martin Stather

Magdalena Hochgesang:

Jahrgang 1972
Studium in  Heidelberg, Mannheim und Salzburg
Ausstellungen seit 2012

In meiner künstlerischen Arbeit suche ich die Auseinandersetzung mit den Menschen, meinem Umfeld und mir selbst. Deshalb male ich Menschenbilder. Die dargestellten Personen sind als Prototypen für ein bestimmtes Lebensthema zu verstehen. Ihre Identität ist dabei mal belanglos, mal zentral. Mein Schaffen beschäftigt sich mit menschlichen Beziehungen zur ihren Welten.

Den Betrachter möchte ich mit meiner Malerei derart in einen Dialog verwickeln, dass er zuletzt feststellt, sich selbst begegnet zu sein.

Kult(o)urnacht, Freitag, 25. Mai, 19 bis 24 Uhr:

Vernissage „Kreaturen“ 19 Uhr:

Begrüßung und Vorstellung der Künstlerinnen
Musik: Greenshot

Ausstellung: 26. / 27. Mai und 2. / 3. Juni, jeweils von 14 bis 18 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung

Beiträge zum Stipendium

„Das Was ist ein Gefühl und das Wie ist Wissen und Technik“

Für den bildenden Künstler Emil Srkalovic besteht das Wesen der Malerei aus logischen, physikalischen und mathematischen Gesetzmäßigkeiten. 

Der 31. Stipendiat des Internationalen Stipendiums ‚Künstlerhaus Speyer‘ kommt dieses Jahr aus Graz. Er wird Ende Mai in Speyer erwartet und wird 3 Monate im Künstlerhaus wohnen und arbeiten. Ende August wird Emil Srkalovic seine Arbeiten in einer Werkschau der Öffentlichkeit präsentieren.

Emil Srkalovic‘ Bilder leben von den Einflüssen seiner Umgebung: Tiere sind eines seiner Hauptthemen, künstlerisch, wie auch im echten Leben: Elefanten, Rehe, Vögel, Schafe, Bisons u.dgl. Der Künstler erschafft sein Zwiegespräch mit der Natur, indem er auf großen Leinwänden sein differenziertes Wissen manifestiert.

Mit Srkalovic, der in der Grazer Kunstszene aktiv ist, könnte ein kultureller Austausch und eine interessante künstlerische Auseinandersetzung gelingen.

Thomas Mann ZAUBERWERK

Die Ausstellung ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie traditionelle Malweisen in der Kunst des 21. Jahrhunderts durch moderne Techniken zeitgemäß ersetzt werden können.
Die Werke von Thomas Mann, die auf den ersten Blick aussehen wie expressive Malerei, sind komplett digital erschaffen. 

Er nutzt den Computer zum Malen wie ein Gerät zum Zaubern von Bildern. Und so können Werke entstehen wie hingezaubert, ein Zauberwerk eben. 
Da sind einmal seine surrealen Bilder. Hier ersetzt der Künstler die typischen Techniken dieses Genres wie Frottage, Grattage und Écriture Automatique gekonnt durch digitale Werkzeuge. Die zunächst zufälligen Ergebnisse arbeitet er dann bewusst aus und schafft so neue phantastische Welten und Wesen.
Zum anderen werden Werke aus seiner Blister-Serie gezeigt. Die ungegenständliche digitale Malerei spielt mit Linie, Fläche, Raum und Farbe. So erzeugt er eine farbenprächtige Dynamik die in Bewegung gebracht wird und es entsteht ein sehr reizvolles Spiel zwischen geometrischen und freien Formen.

Biografie Thomas Mann

Jahrgang 1957

Anfang der 90er: Fernstudium „Neue Kunstschule Zürich“ – abgebrochen wegen sinnloser Unterrichtsmethoden (Die Schule wurde 2001 aufgelöst).

Tätigkeit bis September 2016 als Art Director einer Mannheimer Werbeagentur.

In den 90er Jahren Einzel- und Gruppenausstellungen:

  • CUT Ludwigshafener Medienwerkstatt: Konzeptionelle Schwarz-Weiß-Fotografie zum 35. Geburtstag der Barbie-Puppe
  • Galerie HartmannStrasse45, Ludwigshafen
  • Blickachse – Kunst im Schlosspark Herrnsheim, Worms: Acryl-Malerei, Stuhl-Objekte (Gründungsmitglied des Kunstvereins Blickachse e.V., Worms)
  • Kunstverein Leimen: „Pas de deux“, digitale Grafik zu Albrecht Dürer und zu den 7 Todsünden

Seit Nov. 2016 tätig als freier Grafikdesigner und Künstler in Schifferstadt und Speyer

Vernissage: Freitag, 9. März, 19 Uhr .
Künstlerhaus Speyer, Große Sämergasse 1a, 67346 Speyer
Sa/So, 10./11. und 17./18. März, jeweils von 14-18 Uhr geöffnet.

Ausstellung „Zauberwerk“ von Thomas Mann         Fotos:  © Kurt Keller                               

„Zauberwerk“,  Detailfotos.

„…Er (Thomas Mann) übermalt, zersplittert und verändert das Ausgangsmaterial, also die Ausgangsfotos, so lange bis sie nicht mehr als solche erkennbar sind – bis die ehemaligen Motive total verschwunden sind.

An diesem Punkt angekommen versucht der Künstler nun seinen Visionen nachzugehen beim Betrachten des entstandenen Farbflimmerns. Er träumt sich quasi in sein Farbgewirr. Er lässt sich leiten von seinen Assoziationen – von dem was er glaubt in den Strukturen zu erkennen. Und da sieht er plötzlich Saurier, Figuren, Landschaften und Phantasiewesen auftauchen aus dem Farbenspiel. Und diese Elemente seiner Visionen arbeitet er im nächsten Schritt heraus bis auch wir als Betrachter diese Figuren sehen können und an seinen Assoziationen teilhaben können…“ (Auszug aus der Laudatio von Günter Zink)

CONVERSION am Wochenende geöffnet

Das Ausstellungsprojekt KONVERSION ist auch an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag jeweils von 15 bis 19 Uhr geöffnet!

Fotos © Reinhard Ader

Am Sonntag, 2. Juli, 18 Uhr führt Maria Leitmeyer, Kustodin des Purrmann-Hauses durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei!

 

Neues Ausstellungsprojekt in St. Ludwig

 

Seit Beginn der gemeinsamen Ausstellungstätigkeit sucht der Künstlerbund die Auseinandersetzung mit ungewöhnlichen Orten. Die erste gemeinsame Ausstellung fand z.B. im Alten Stadtsaal statt – damals noch im Dornröschenschlaf liegend und heute Teil des städtischen Kulturzentrums „Kulturhof Flachsgasse“. Ob im Wasserturm, in mittelalterlichen Kellern, in der Normand-Kaserne, hoch über Speyerer Gassen, in der Filzfabrik Hess, dem St. Guido-Stift vor der Umwidmung zur Synagoge, der Villa Körbling vor Übernahme durch eine Bank: Immer waren die Orte auch thematische Herausforderung und künstlerische Reibungsfläche für interessante Projekte, die in ihren Exponaten auf die Spezifik der architektonischen und soziokulturellen Situation eingingen.

mehr zum Projekt

Der Titel des Ausstellungsprojekts CONVERSION verweist auf die aktuelle Umwidmung der entweihten Kirche. Waren es früher oftmals militärische Objekte, die nicht mehr benötigt und durch Konversion in eine zivile Nutzung überführt wurden, so sind es heute immer häufiger auch überzählige Kirchen; wobei der Erhalt der Gebäude oft auch  für weniger religiös gebundene Bürger als Identität stiftende Bauwerke aus architektonischer, städtebaulicher und baukultureller Sicht notwendig ist.

 

An der Schnittstelle zwischen der jahrhundertalten Nutzung als Sakralbau und der endgültigen Profanierung haben Mitglieder des Künstlerbunds Speyer und Gäste in einem speziell entwickelten Präsentationskonzept nun Exponate für diesen besonderen Ort geschaffen und geben den Interessierten Gelegenheit, aktuelle Kunst in einem neuen Kontext zu erleben.

Eröffnung : Donnerstag,  22. Juni, 18 Uhr

Begrüßung:
OB Hansjörg Eger, Stadt Speyer
Holger Grimm, Künstlerbund Speyer

Einführung:
Thomas Angelou, M.A., Karlsruhe

Musik:
Isabel Eichenlaub & Welt-Musik-Café

mehr zum Projekt

 

Robert Koenig | ODYSSEE

Als 30. Stipendiat des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer hat der Brite Robert König sein Atelier beim Künstlerbund in der Sämergasse eingerichtet. Der Künstler lässt sich gerne beim Arbeiten an den Holzskulpturen über die Schulter schauen und freut sich auf interessante Begegnungen und Gespräche. Im Künstlerhaus präsentiert Koenig zudem vom 26. Mai bis 10. Juni Kleinskulpturen in einer Werkschau. Ergänzend zu seinem größten Werk ODYSSEY, das in diesem Sommer das Speyerer Stadtbild prägt, gewährt er hier einen Überblick über das Spektrum seines künstlerischen Schaffens.

Vom 19. Mai bis 6. August 2017 ist die Installation ODYSSEY des britischen Bildhauers Robert Koenig in Speyer zu Gast. 45 Figuren aus Holz sind an fünf verschiedenen Standorten Teil des Speyerer Stadtbildes. Sie sind 2,50 Meter groß, haben individuelle Gesichtsausdrücke, aber alle die gleiche Körperhaltung. Die Figuren stellen Erniedrigte dar, deren Würde durch die skulpturale Übergröße symbolisch erhöht wird. Sie erinnern an Flucht, Vertreibung, Heimatlosigkeit und Entwurzelung. Der Künstler selbst nennt sie „Wächter der Erinnerung“.

 Inzwischen war die Ausstellung an mehr als 20 Orten in Europa zu sehen. Nach Leutkirch, Memmingen, Weingarten und Nürtingen ist Speyer der fünfte und aufgrund der biographischen Zusammenhänge für Robert Koenig ein ganz besonderer Ausstellungsort in Deutschland.