Thomas Mann ZAUBERWERK

Die Ausstellung ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie traditionelle Malweisen in der Kunst des 21. Jahrhunderts durch moderne Techniken zeitgemäß ersetzt werden können.
Die Werke von Thomas Mann, die auf den ersten Blick aussehen wie expressive Malerei, sind komplett digital erschaffen. 

Er nutzt den Computer zum Malen wie ein Gerät zum Zaubern von Bildern. Und so können Werke entstehen wie hingezaubert, ein Zauberwerk eben. 
Da sind einmal seine surrealen Bilder. Hier ersetzt der Künstler die typischen Techniken dieses Genres wie Frottage, Grattage und Écriture Automatique gekonnt durch digitale Werkzeuge. Die zunächst zufälligen Ergebnisse arbeitet er dann bewusst aus und schafft so neue phantastische Welten und Wesen.
Zum anderen werden Werke aus seiner Blister-Serie gezeigt. Die ungegenständliche digitale Malerei spielt mit Linie, Fläche, Raum und Farbe. So erzeugt er eine farbenprächtige Dynamik die in Bewegung gebracht wird und es entsteht ein sehr reizvolles Spiel zwischen geometrischen und freien Formen.

Biografie Thomas Mann

Jahrgang 1957

Anfang der 90er: Fernstudium „Neue Kunstschule Zürich“ – abgebrochen wegen sinnloser Unterrichtsmethoden (Die Schule wurde 2001 aufgelöst).

Tätigkeit bis September 2016 als Art Director einer Mannheimer Werbeagentur.

In den 90er Jahren Einzel- und Gruppenausstellungen:

  • CUT Ludwigshafener Medienwerkstatt: Konzeptionelle Schwarz-Weiß-Fotografie zum 35. Geburtstag der Barbie-Puppe
  • Galerie HartmannStrasse45, Ludwigshafen
  • Blickachse – Kunst im Schlosspark Herrnsheim, Worms: Acryl-Malerei, Stuhl-Objekte (Gründungsmitglied des Kunstvereins Blickachse e.V., Worms)
  • Kunstverein Leimen: „Pas de deux“, digitale Grafik zu Albrecht Dürer und zu den 7 Todsünden

Seit Nov. 2016 tätig als freier Grafikdesigner und Künstler in Schifferstadt und Speyer

Vernissage: Freitag, 9. März, 19 Uhr .
Künstlerhaus Speyer, Große Sämergasse 1a, 67346 Speyer
Sa/So, 10./11. und 17./18. März, jeweils von 14-18 Uhr geöffnet.

CONVERSION am Wochenende geöffnet

Das Ausstellungsprojekt KONVERSION ist auch an diesem Wochenende von Freitag bis Sonntag jeweils von 15 bis 19 Uhr geöffnet!

Fotos © Reinhard Ader

Am Sonntag, 2. Juli, 18 Uhr führt Maria Leitmeyer, Kustodin des Purrmann-Hauses durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei!

 

Neues Ausstellungsprojekt in St. Ludwig

 

Seit Beginn der gemeinsamen Ausstellungstätigkeit sucht der Künstlerbund die Auseinandersetzung mit ungewöhnlichen Orten. Die erste gemeinsame Ausstellung fand z.B. im Alten Stadtsaal statt – damals noch im Dornröschenschlaf liegend und heute Teil des städtischen Kulturzentrums „Kulturhof Flachsgasse“. Ob im Wasserturm, in mittelalterlichen Kellern, in der Normand-Kaserne, hoch über Speyerer Gassen, in der Filzfabrik Hess, dem St. Guido-Stift vor der Umwidmung zur Synagoge, der Villa Körbling vor Übernahme durch eine Bank: Immer waren die Orte auch thematische Herausforderung und künstlerische Reibungsfläche für interessante Projekte, die in ihren Exponaten auf die Spezifik der architektonischen und soziokulturellen Situation eingingen.

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Der Titel des Ausstellungsprojekts CONVERSION verweist auf die aktuelle Umwidmung der entweihten Kirche. Waren es früher oftmals militärische Objekte, die nicht mehr benötigt und durch Konversion in eine zivile Nutzung überführt wurden, so sind es heute immer häufiger auch überzählige Kirchen; wobei der Erhalt der Gebäude oft auch  für weniger religiös gebundene Bürger als Identität stiftende Bauwerke aus architektonischer, städtebaulicher und baukultureller Sicht notwendig ist.

 

An der Schnittstelle zwischen der jahrhundertalten Nutzung als Sakralbau und der endgültigen Profanierung haben Mitglieder des Künstlerbunds Speyer und Gäste in einem speziell entwickelten Präsentationskonzept nun Exponate für diesen besonderen Ort geschaffen und geben den Interessierten Gelegenheit, aktuelle Kunst in einem neuen Kontext zu erleben.

Eröffnung : Donnerstag,  22. Juni, 18 Uhr

Begrüßung:
OB Hansjörg Eger, Stadt Speyer
Holger Grimm, Künstlerbund Speyer

Einführung:
Thomas Angelou, M.A., Karlsruhe

Musik:
Isabel Eichenlaub & Welt-Musik-Café

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Robert Koenig | ODYSSEE

Als 30. Stipendiat des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer hat der Brite Robert König sein Atelier beim Künstlerbund in der Sämergasse eingerichtet. Der Künstler lässt sich gerne beim Arbeiten an den Holzskulpturen über die Schulter schauen und freut sich auf interessante Begegnungen und Gespräche. Im Künstlerhaus präsentiert Koenig zudem vom 26. Mai bis 10. Juni Kleinskulpturen in einer Werkschau. Ergänzend zu seinem größten Werk ODYSSEY, das in diesem Sommer das Speyerer Stadtbild prägt, gewährt er hier einen Überblick über das Spektrum seines künstlerischen Schaffens.

Vom 19. Mai bis 6. August 2017 ist die Installation ODYSSEY des britischen Bildhauers Robert Koenig in Speyer zu Gast. 45 Figuren aus Holz sind an fünf verschiedenen Standorten Teil des Speyerer Stadtbildes. Sie sind 2,50 Meter groß, haben individuelle Gesichtsausdrücke, aber alle die gleiche Körperhaltung. Die Figuren stellen Erniedrigte dar, deren Würde durch die skulpturale Übergröße symbolisch erhöht wird. Sie erinnern an Flucht, Vertreibung, Heimatlosigkeit und Entwurzelung. Der Künstler selbst nennt sie „Wächter der Erinnerung“.

 Inzwischen war die Ausstellung an mehr als 20 Orten in Europa zu sehen. Nach Leutkirch, Memmingen, Weingarten und Nürtingen ist Speyer der fünfte und aufgrund der biographischen Zusammenhänge für Robert Koenig ein ganz besonderer Ausstellungsort in Deutschland.

Dialog zwischen Fotografie und Malerei

Künstlerbund-Mitglied Elias Wessel gibt in der Reihe „Friedrich Magnus Schwerd und seine Nachfolger“ am Dienstag, 21. Februar 2017, 19.30 Uhr im Foyer des Friedrich-Magnus-Schwerd -Gymnasiums Einblick in seine künstlerische Arbeit und sein Leben in New York.

Elias Wessel in seiner derzeitigen Ausstellung „Stuck Together Pieces!“ im  Goethe Haus – 1014 Fifth Avenue, New York

Der Vortrag/Talk an diesem Themenabend geht von der Frage aus: „Wo ist Deine Kunst zu Hause?“ Kaum jemand bietet darauf so viele Antworten wie Elias Wessel. Ursprung seiner künstlerischen Arbeit ist die Malerei. Seine ersten Projekte sind gekennzeichnet durch die Synthese angewandter und künstlerischer Fotografie und befassen sich mit Fragen der Bildästhetik. Im Folgenden bestimmt die Auseinandersetzung mit fotografischer Wahrnehmung seine Arbeiten. Seit 2012 beschäftigt sich Elias Wessel mit unterschiedlichen narrativen und konzeptionellen Ansätzen. Seine Arbeiten spiegeln persönliche, politische und gesellschaftliche Diskurse wider, wobei er meist vollständig auf das klassische fotografische Bild verzichtet. Aus der Verwendung analoger sowie digitaler Möglichkeiten resultieren Bilder, die an Gemälde erinnern und zu einem zeitgenössischen Dialog zwischen Fotografie und Malerei beitragen. Elias Wessel gibt Antworten auf Fragen zu seinem bisherigen Leben — von seinem Weg zur Kunst über „Es muss im Leben mehr als Alles geben“ und seiner derzeitigen Ausstellung „Stuck Together Pieces!“ mit dem Deutschen Generalkonsulat im Goethe Haus New York bis hin zu Nähkästchengeschichten aus dem FMSG und NYC.

Die Reihe des Fördervereins ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.
Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium Vincentiusstr. 5
67346 Speyer Tel. 06232/92500 info@fmsg-speyer.de

Beatemarie Busch | INSIDE SENSUALITY

 

Der Künstlerbund Speyer präsentiert vom 10. – 19. 02. 2017 in seinen Räumen Werke der Waldbronner Künstlerin Beatemarie Busch. Mit der Ausstellung „INSIDE SENSUALITY“ blickt die Künstlerin  auf eine gezielte Auswahl ihres künstlerischen Schaffens.

„Neue Wesen“ nennt sie vier großformatige Fahnen, die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt werden. So vielfältig die  Arbeiten auf den ersten Blick wirken mögen, die Linie durchzieht das Werk von Beatemarie Busch wie ein roter Faden, auch wenn der Betrachter in einigen Arbeiten zunächst von Farbigkeit angezogen wird. „Der Linie wohnen viele Wesen inne, sie ist Denkbewegung, sie ist Basis und Ursprung des Kunstwerks.“ Mit ihr erforscht Beatemarie Busch Strukturen, arbeitet von außen nach innen. Tatsächlich ist der menschliche Körper, wie die Künstlerin es selbst formuliert, ihre wichtigste Inspirationsquelle für Kreativität und Phantasie.

Die Ausstellung wird eröffnet am Freitag, 10. Februar 19 Uhr.

Zur Eröffnung spricht Roswitha Zytowski.

Die Ausstellung ist bis zum 19. Februar Sa und So von 14 – 18 Uhr geöffnet.

Bilder der Eröffnung  ©Kurt Keller:

Andreas Lau | STILLS & SITUATIONEN

Der  in Karlsruhe lebende Künstler Andreas Lau beschäftigt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit der Hinterfragung von Sehgewohnheiten. Was sieht man wirklich auf einem Bild? Wieviel Information benötigt der Betrachter um ein Bild zu verstehen?

Er zerlegt seine Motive in Punkte oder Linien, zergliedert die Darstellung in einzelne Elemente, und hinterfrägt dadurch das Abgebildete. Der entstehende Flimmer-Effekt, der vom Bild ausgehende Sog, zieht den Betrachter unmittelbar in seinen Bann.

In seinen Bildserien „Stills“ und „Situationen“ hinterfrägt er durch diese Methode zusätzlich das abgebildete Geschehen. In wieweit beeinflusst das Wissen über das eigentliche Motiv unsere Sichtweise.

Dem Künstler geht es in seinen Werken vor allem um die Auslotung der malerischen Mittel und Möglichkeiten, sowie um die damit verbundene Frage, wie das Genre der Malerei in der heutigen, medial geprägten, Zeit überhaupt noch darstellbar ist.

Andreas Lau hat von 1988 -94 an der Karlsruher Kunstakademie studiert und ist Meisterschüler von Prof. Gerd Van Dülmen.

Die Ausstellung ist an den beiden folgenden Wochenenden, am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Caterina Morigi | WERKSCHAU

Mit einer Werkschau verabschiedete sich unsere diesjährige Stipendiatin Caterina Morigi aus der Speyerer Partnerstadt Ravenna. Die Eröffnung fand statt am Freitag, 19. August um 19 Uhr im Künstlerhaus. Bürgermeisterin Monika Kabs konnte neben zahlreichen Gästen auch etliche Mitglieder des Freundeskreises Ravenna-Speyer begrüßen, Peter Maximowitsch erläuterte den künstlerischen Ansatz und die in Speyer entstandenen Arbeiten Caterinas.

„Caterina Morigis Kunst zeigt uns das vermeintlich Alltägliche und Gewöhnliche in einem neuen Licht. Ihre poetischen Beobachtungen verbinden Objekte, Materialität, Spuren, Bilder und nicht zuletzt auch Menschen. Man kann davon ausgehen, dass jeder Stein, jedes Objekt, jedes Bild, alles was sie uns präsentiert, eine Geschichte in sich trägt oder doch zumindest etwas von ihrer persönlichen Erfahrung an sich hat. Die sorgsam ausgewählten gefundenen Objekte, ihre Malereien und Fotografien zeugen von einem besonderen Zugang zu den Dingen. Dieser Zugang, den man auch das Wissen der Kunst nennt, zeigt uns, dass wir unsere Welt nicht nur auf wissenschaftlichem Weg erforschen können. Es ist gewissermaßen ein Einfühlen in die materielle Welt, die übergeht in eine poetische Reflexion. Dabei ist nicht der Körper des Künstlers der Ort der kreativen Energie, sondern das Andere, die Umgebung, die Objekte. Sie sprechen die Künstlerin an und ihre Subjektivität reagiert darauf, indem sie die Dinge zu neuen Formationen arrangiert. Es entstehen ästhetisch eindrucksvolle Arbeiten, die natürlich (organisch) und künstlich zugleich anmuten.“

Zur Kult(o)urnacht | 2016 KUNSTlicht

Nachtschwärmer, Kult(o)urnachtmotten – der Künstlerbund lockte in diesem Jahr mit „KunstLICHT“!
Die ausgestellten Arbeiten reflektierten das Thema durch sein Spektrum an Möglichkeiten: Beleuchtung und Projektion, Strahlkraft oder gar (Ver-)Blendung, Erhellendes, leuchtfarbige Anziehung oder Schattenbilder, so manche Augenfalle … Wie immer gab es auch wieder Elektrisierendes unserer Band „room47 – Rock & Balladen“ bis in den neuen Tag, … and when the music‘s over, turn out the (art-)light! Die Kulturnacht fand in diesem Jahr am Freitag, 20. Mai statt.