Robert Koenig | SPEYER WORKS

Am 26. Mai, 18 Uhr eröffnet der Künstlerbund die Werkschau des diesjährigen Stipendiaten. Robert Koenig wird auch selbst zu seinen Arbeiten sprechen. Atelier & Werkschau ist bis 10. Juni  Dienstag bis Samstag 14–17 Uhr geöffnet, daneben gibt es zusätzliche Termine für Besichtigungen von Gruppen oder Schulklassen nach telefonischer Vereinbarung unter 0 62 32 14 22 50

 

Bilder der Ausstellungseröffnung © Kurt Keller

Robert Koenig | ODYSSEE

Als 30. Stipendiat des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer hat der Brite Robert König sein Atelier beim Künstlerbund in der Sämergasse eingerichtet. Der Künstler lässt sich gerne beim Arbeiten an den Holzskulpturen über die Schulter schauen und freut sich auf interessante Begegnungen und Gespräche. Im Künstlerhaus präsentiert Koenig zudem vom 26. Mai bis 10. Juni Kleinskulpturen in einer Werkschau. Ergänzend zu seinem größten Werk ODYSSEY, das in diesem Sommer das Speyerer Stadtbild prägt, gewährt er hier einen Überblick über das Spektrum seines künstlerischen Schaffens.

Vom 19. Mai bis 6. August 2017 ist die Installation ODYSSEY des britischen Bildhauers Robert Koenig in Speyer zu Gast. 45 Figuren aus Holz sind an fünf verschiedenen Standorten Teil des Speyerer Stadtbildes. Sie sind 2,50 Meter groß, haben individuelle Gesichtsausdrücke, aber alle die gleiche Körperhaltung. Die Figuren stellen Erniedrigte dar, deren Würde durch die skulpturale Übergröße symbolisch erhöht wird. Sie erinnern an Flucht, Vertreibung, Heimatlosigkeit und Entwurzelung. Der Künstler selbst nennt sie „Wächter der Erinnerung“.

 Inzwischen war die Ausstellung an mehr als 20 Orten in Europa zu sehen. Nach Leutkirch, Memmingen, Weingarten und Nürtingen ist Speyer der fünfte und aufgrund der biographischen Zusammenhänge für Robert Koenig ein ganz besonderer Ausstellungsort in Deutschland.

Caterina Morigi | WERKSCHAU

Mit einer Werkschau verabschiedete sich unsere diesjährige Stipendiatin Caterina Morigi aus der Speyerer Partnerstadt Ravenna. Die Eröffnung fand statt am Freitag, 19. August um 19 Uhr im Künstlerhaus. Bürgermeisterin Monika Kabs konnte neben zahlreichen Gästen auch etliche Mitglieder des Freundeskreises Ravenna-Speyer begrüßen, Peter Maximowitsch erläuterte den künstlerischen Ansatz und die in Speyer entstandenen Arbeiten Caterinas.

„Caterina Morigis Kunst zeigt uns das vermeintlich Alltägliche und Gewöhnliche in einem neuen Licht. Ihre poetischen Beobachtungen verbinden Objekte, Materialität, Spuren, Bilder und nicht zuletzt auch Menschen. Man kann davon ausgehen, dass jeder Stein, jedes Objekt, jedes Bild, alles was sie uns präsentiert, eine Geschichte in sich trägt oder doch zumindest etwas von ihrer persönlichen Erfahrung an sich hat. Die sorgsam ausgewählten gefundenen Objekte, ihre Malereien und Fotografien zeugen von einem besonderen Zugang zu den Dingen. Dieser Zugang, den man auch das Wissen der Kunst nennt, zeigt uns, dass wir unsere Welt nicht nur auf wissenschaftlichem Weg erforschen können. Es ist gewissermaßen ein Einfühlen in die materielle Welt, die übergeht in eine poetische Reflexion. Dabei ist nicht der Körper des Künstlers der Ort der kreativen Energie, sondern das Andere, die Umgebung, die Objekte. Sie sprechen die Künstlerin an und ihre Subjektivität reagiert darauf, indem sie die Dinge zu neuen Formationen arrangiert. Es entstehen ästhetisch eindrucksvolle Arbeiten, die natürlich (organisch) und künstlich zugleich anmuten.“

Stipendium 2016 an Catarina Morigi

Die 24 jährige Kunststudentin Caterina Morigi aus Ravenna ist die 29. Stipendiatin des Internationalen Stipendiums Künstlerhaus Speyer. Nach Angela Corelli, die 1991 das Stipendium bekam, ist sie die zweite Künstlerin aus der Speyerer Partnerstadt, die in den Sommermonaten ihr Atelier im Künstlerhaus Speyer einrichten wird.

Ihre künstlerische Intention beschreibt die junge Italienerin so: „Meine Arbeit konzentriert sich auf Grenzbereiche: auf das, was Spuren hervorbringt und das, was Leere hinterlässt. Ich glaube, dass jeder Spuren der Dinge registriert, die permanent oder transparent sein können; deshalb hebe ich in meiner Arbeit die Auswahlprozesse hervor, die zwischen Festhalten und Loslassen liegen.“

Caterina Morigi wird Mitte Mai nach Speyer kommen und drei Monate im Künstlerhaus in der Sämergasse leben und arbeiten. Im August wird sie ihre in Speyer entstandenen Arbeiten in einer Werkschau präsentieren.